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Weniger Gegenwind

Pausen: Erholung oder noch mehr Gegenwind?

Kennst du das?

Auf dem Schulhof wird gerannt, gerufen, gestritten und gelacht. Für manche Kinder ist das wunderbar. Andere finden die Pause anstrengender als den Unterricht. Manche brauchen erst Bewegung und dann Ruhe.

Was dahinterstecken könnte

Pausen fordern sensorisch und sozial viel: Lärm, Gedränge, Spielregeln und spontane Änderungen. Gleichzeitig kann Bewegung eine wichtige Art sein, Anspannung abzubauen. Eine Pause ist deshalb nicht automatisch für jedes Kind erholsam.

Forscht mal

Welche Pause mag dein Kind? Was ist dort schwer? Wünscht es sich andere Kinder, einen vertrauten Partner, allein sein, Bewegung oder Ruhe? Unterschiedliche Wünsche dürfen gleichzeitig stimmen.

Zum Ausprobieren

Gemeinsam mit dem Kind und der Schule eine kleine Anpassung wählen: ruhiger Bereich, bewegte Pause, Unterstützung beim Mitspielen oder etwas Zeit zum Ankommen nach der Pause. Wenn das Kind dauerhaft ausgeschlossen, bedroht oder gemobbt wird, nicht beim Pausenexperiment stehen bleiben: Schutz und verbindliche Unterstützung sind nötig.

Für die Schule

„Wir beobachten, dass die Pausen nicht immer erholsam sind. Können wir herausfinden, ob ein ruhiger Bereich, Bewegung oder Unterstützung beim Spielen hilfreich wäre?“

Vertiefung

Soziale Überforderung, selbstgewähltes Alleinsein und Ausgrenzung sind nicht dasselbe. Es ist wichtig, genau nachzufragen, statt Rückzug sofort als Defizit zu verstehen.